2. Bundesliga Ost 2018/2019 - Runden 5 und 6

Mit zwei rundherum überzeugenden Siegen hat die 1. Mannschaft (im Foto mit "Glücksbringerin" Alessia Santeramo) am Wochenende in Nürnberg ihre Ambitionen in Richtung Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga untermauert und sich eine ideale Ausgangsposition vor den beiden entscheidenenden letzten Saisonwochenenden verschafft, an denen unter anderem noch die Spitzenmannschaften aus Erfurt und Aue die Gegner sind. Am Samstag saß unsere Mannschaft zunächst dem gastgebenden SC Noris Tarrasch Nürnberg gegenüber. Der Traditionsclub aus der fränkischen Metropole, der eigentlich immer eine starke Mannschaft hat, hielt auch diesmal zunächt gut dagegen, so dass der klare Erfolg, der am Ende heraussprang, zunächst alles andere als klar erschien. Mit zunehmender Spielzeit setzte sich dann aber an mehreren Brettern die nominelle Überlegenheit unseres Teams durch. Für die Führung sorgte zunächst Martin Lokander, der wie so häufig mächtig auf die Tube drückte, und spätestens nach dem Sieg von Alexander Zajogin lief der Kampf endgültig in unsere Richtung. 

Nach den ausgekämpfen Remisen von Makan Rafiee und Michael Fedorovsky stellte Peter Meister mit einem weiteren vollen Punkt den Mannschaftssieg sicher. Die "Partie des Tages" aber spielte ganz eindeutig Valentin Dragnev am Spitzenbrett. Der unmittelbar vom Turnier in Gibraltar angereiste Österreicher war an diesem Wochenende glänzend aufgelegt und zauberte eine taktische Meisterleistung aufs Brett, die sowohl beim Zuschauen als auch bei der abendlichen Analyse jede Menge Spaß machte. Am längsten kämpften Noël Studer und Klaus Bischoff an den Brettern 2 und 3. Während Ersterer sich am Ende geschlagen geben musste, verpasste Letzterer den vollen Punktgewinn, der bis weit hinein ins Endspiel noch möglich war. Für die Mannschaft hatte das natürlich keine Konsequenzen mehr, mit 5,5-2,5 war der nächste Schritt in Richtung Tabellenspitze getan.

War der Samstag zunächst noch zäh, so lief es am Sonntag gegen den SK Passau einfach wie am Schnürchen. Nach noch nicht einmal anderthalb Stunden war es erneut Martin Lokander, der einen ziemlich "natürlich" wirkenden Zug seines Gegners als entscheidenden Fehler entlarvte und die gegnerische Stellung innerhalb weniger Züge zum Einsturz brachte. Makan Rafiee, der gesundheitlich etwas angeschlagen war, war diesmal mit einem relativ schnellen Remis einverstanden, was aber mit Blick auf die sich immer mehr abzeichnenden guten Stellungen an den meisten Brettern keinerlei Problem darstellte. Um die Zeitkontrolle herum ging es dann Schlag auf Schlag: Zunächt gewann Alexander Zajogin, der mit Dame gegen Turm und Leichtfigur eine entscheidende Initiative hatte und seinem Gegner keine Chance mehr zur Entwicklung ließ. Schöne Partien spielten auch Valentin Dragnev, Klaus Bischoff, Michael Fedorovsky und Peter Meister, die allesamt am Ende die Oberhand behielten und für einen unerwartet hohen Kantersieg sorgten. Mit dem Remis von Noël Studer stand es am Ende 7-1.

Da an diesem Wochenende der SK Erfurt, der in drei Wochen in München zu Gast sein wird, zwei Punkte gegen Aue abgab, haben nun alle Mitbewerber um den Aufstieg bereits mindestens drei Punkte abgegeben. Das alleine will selbstverständlich noch nichts heißen. Volle Konzentration ist in den verbleibenden vier Runden gefragt, soll es letztlich mit dem Wiederaufstieg klappen. Und um gleich noch eine weitere Floskel zu bemühen: Das nächste Match ist immer das Wichtigste. Und das findet am Samstag, den 23.02. in München gegen den SK König Plauen statt...

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. SC NT Nürnberg 2,5 5,5 FC Bayern Nr.
1 1 Maximov 0 1 Dragnev 2
2 2 Milov 1 0 Studer 3
3 3 Yelisieiev ½ ½ Bischoff 4
4 4 Mischustov ½ ½ Fedorovsky 6
5 5 Kirchner 0 1 Zajogin 9
6 6 Promyshlyanskyy 0 1 Lokander 13
7 8 Hoffmann 0 1 Meister 15
8 9 Heimrath ½ ½ Rafiee 16

 

Brett Nr. FC Bayern 7 1 SK Passau Nr.
1 2 Dragnev 1 0 Schwabeneder 1
2 3 Studer ½ ½ Wisnet 3
3 4 Bischoff 1 0 Schmidt 4
4 6 Fedorovsky 1 0 Weiß 5
5 9 Zajogin 1 0 Testor 6
6 13 Lokander 1 0 Hiermann 7
7 15 Meister 1 0 Hellmayr 9
8 16 Rafiee ½ ½ Mostbauer 10