2. Bundesliga Ost 2018/2019 - Runden 3 und 4

Mit einer optimalen Ausbeute von 4 Punkten ging unsere 1. Mannschaft aus ihrem Heimwochememde in der BayernLB Sportarena hervor. Sowohl gegen den SK Weilheim als auch gegen den SC Garching gabe es zahlemnäßig deutliche Siege, die jedoch vom Spielverlauf her alles andere als deutlich waren. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass es in der 2. Bundesliga keine "leichten" Gegner gibt und jeder Punkt mühsam erspielt werden will. Darüber konnte am Samstag auch das klare 6-2 gegen den SK Weilheim nicht hinwegtäuschen. An mehreren Brettern hätte das Ergebnis durchaus auch ein anderes sein können, was allerdings auch für die einzge Niederlage des Tages galt, über die Martin Lokander (im Foto vorne an Brett 7, im Hintergrund Makan Rafiee an Brett 8) bei seinem Debut im roten Trikot quittieren musste. Insgesamt war der Sieg allerdings nie wirklich in Gefahr, denn insbesondere Linus Johansson, Philip Lindgren und Makan Rafiee konnten alles in allem überzeugend gewinnen und unsere Mannschaft damit entscheidend in Vorteil bringen. Alexander Zajogin spielte ebenfalls sehr stark, selbst wenn sein herumlaufender König das Potenzial für unangenehme Überraschungen bot. Doch diese blieben letztlich aus. Glück hatte sicher Noel Studer am 1. Brett, dessen Partie recht wechselhaft verlief. Zunächst verpasse er zwar die Chance, das Opfer seines Gegners direkt zu wiederlegen, jedoch bot sich ihm noch eine zweite Chance, die er dann zu nutzen wusste. Die beiden Remisen von Michael Fedorovsky und Stefan Schneider schienen absolut leistungsgerecht zu sein und rundeten den erfolgreichen Nachmittag ab.

Am Sonntag war dann allgemein ein engeres Match erwartet worden. Und dies trat auch genau so ein, wobei die Gäste aus Garching durchaus reelle Chance hatten, nach ihrem 4-4 am Vortag gegen den MSC 1836, zumindest einen weiteren Punkt gegen die beiden Münchner Ligafavoriten einzufahren. Den ersten Punkt auf die Anzeigetafel brachte dann aber Martin Lokander für den FC Bayern, der seinen Gegner relativ glatt überspielte und nach seiner unnötige Niederlage am Vortag in diesem wichtigen Match einen wertvollen Punkt beisteuerte. Knackpunkt des gesamten Kampfes war aber eindeutig die Partie an Brett 3 zwischen Christoph Renner und Linus Johansson. Das diese Partie aus einer sichtbar glatten Verluststellung heraus noch zu unseren Gunsten kippte, war für die Bemühungen der Garchinger ein herber Rückschlag. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Jiri Stocek, der in einer spannenden Partie an Brett 1 von einem gröberen Fehler von Noel Studer profitierte, wurde nur kurze Zeit später von Philip Lindgren gekontert, der mit einer weiteren starken Partie den Zwei-Punkte-Abstand wieder herstelle. So ging es beim Stand von 3-1 auf die Zeitkontrolle zu, in der in allen vier noch offenen Partien alles hätte passieren können, denn durchweg waren knappe Bedenkzeiten auf den Uhren verblieben. Nichts für schwache Nerven auf den Zuschauerrängen. Natürlich spricht es für die Spieler auf beiden Seiten, dass alle vier Partien auch nach der Zeitkontrolle noch liefen, wobei zu diesem Zeitpunkt eher die Garchinger Vorteile zu haben schienen. An Brett 2 einigten sich dann Max Hess und Michael Fedorovsky in einem Leichtfigurenendspiel auf Remis. Dies war hilfreich für uns zu diesem Zeitpunkt, denn es brachte uns bis auf einen Punkt an die ersehnten 4,5 Punkte heran. Doch wo sollte dieser Punkt herkommen? Alexander Zajogin kämpfe mit 2 Minusbauern um das Remis und auch die Stellung von Stefan Schneider verschlechterte sich zusehens. Blieb noch Makan Rafiee an Brett 8, der nach allerhand Verwicklungen vor der Zeitkontrolle in einem Endspiel mit Dame und Läufer gegen Dame und zwei entfernte Freibauern gelandet war. Einige Experten im Spielsaal, die von der Materie deutlich mehr als der Autor verstehen, sahen hier zumindest gute Chancen auf ein Remis. Das war allerdings nicht die Richtung, in die Makan Rafiee überlegte, der statt dessen nach Möglichkeiten ausschau hielt, diese Partie sogar noch zu gewinnen. Dass ihm dies dann schließlich auch gelang, war gleichbedeutend mit Sieg und zwei Punkten für die Mannschaft. Die Niederlage von Stefan Schneider war danach leicht zu verkraften. Nach über sechs Stunden Spielzeit setzte schließlich Alexander Zajogin den Schlusspunkt hinter das Erfolgswochenende. Er konnte seine Partie ins Remis retten und stellte damit den 5-3 Endstand her.

In der Tabelle springt unsere Mannschaft nach diesem Wochenende auf den 2. Platz nach vorn. Tabellenführer ist die Mannschaft von Nickelhütte Aue, die zwar einen Punkt mehr auf dem Konto, aber auch bereits zwei Kämpfe mehr ausgetragen hat. Als nächstes müssen wir nun Anfang Februar in Nürnberg gegen den SC Noris Tarrasch und den SK Passau antreten. Wieder zwei schwere Aufgaben, aber durchaus auch mit Chancen, weiter oben mitzuspielen. (Wengler)

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. FC Bayern 6 2 SK Weilheim Nr.
1 3 Studer 1 0 Lehner 3
2 6 Fedorovsky ½ ½ Bayer 4
3 7 Johansson 1 0 Guttenthaler 5
4 8 Schneider ½ ½ Deglmann 7
5 9 Zajogin 1 0 De Francesco 10
6 10 Lindgren 1 0 Lochte 11
7 13 Lokander 0 1 Wiesinger 13
8 16 Rafiee 1 0 Tafertshofer 16

 

Brett Nr. SC Garching 3 5 FC Bayern Nr.
1 1 Stocek 1 0 Studer 3
2 4 Hess ½ ½ Fedorovsky 6
3 5 Renner 0 1 Johansson 7
4 6 Köpke 1 0 Schneider 8
5 7 Köpke ½ ½ Zajogin 9
6 8 Pitschka 0 1 Lindgren 10
7 11 Seifert 0 1 Lokander 13
8 16 Schlichtmann 0 1 Rafiee 16