1. Bundesliga 2017/2018 - Runden 3 und 4

Im ersten "Schlüsselspiel" der laufenden Saison hat die 1. Mannschaft nach äußerst spannendem Verlauf mit einem 4-4 gegen die SG Speyer-Schwegenheim ihren ersten Punkt eingefahren. Das ist das wichtigste Ergebnis des zweiten Wettkampfwochenendes, das vom Münchner Reisepartner unserer Mannschaft, MSA Zugzwang, ausgerichtet wurde. Neben der Mannschaft aus Speyer, die genau wie die beiden Münchner Mannschaften den Klassenerhalt als vorrangiges Ziel hat, war noch der Deutsche Meister OSG Baden-Baden zu Gast, gegen den unsere Mannschaft dann am Sonntag anzutreten hatte. Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, konnte bei mehreren spannenden Partien von einem Desaster wie man es in früheren Jahren des öfteren erlebt hatte, keine Rede sein. Doch der Reihe nach.

Der Kampf am Samstag begann mit einem echten Paukenschlag, als Makan Rafiee (Foto) bei seinem Debüt in den Reihen des FC Bayern von einem krassen Fehler seines Gegners profitierte und bei seinem ersten Auftritt gleich seinen ersten vollen Punkt in der Bundesliga verbuchen konnte.

Eine gute Stellung hatte aus der Eröffnung heraus auch Zoltan Ribli, der sich danach Schritt für Schritt daran machte seinen Vorteil zu realisieren. Allerdings ohne den schnellen KO erzwisngen zu können. Anfänglich sahen auch die beiden Spitzenbretter optisch recht vielversprechend aus, doch wendete sich hier das Blatt, uns es gelang der Mannschaft aus Speyer in Führung zu gehen. Seine zwischenzeitlich etwas wacklig scheindende Stellung hielt Michael Bezold schließlich sicher remis und auch Michael Fedorovsky und Linus Johannson trennten sich von Ihren Gegnern mit diesem Ergebnis. Die Partien der beiden letzteren waren praktisch die einzigen ohne "besondere Vorkommnisse" an diesem Tag. Trotz des Rückstandes schien das Unentschieden noch möglich, denn Zoltan Ribli stand nach wie vor auf Gewinn und Philip Lindgren spielte ein remisliches Springerendspiel. Doch typisch für den Tag kam nichts wie es kommen sollte. Zunächst vergab Zoltan Ribli seine Gewinnchancen durch den Übergang in eine Bauernendspiel, das trotz Mehrbauer nur Remis war. Damit schien die Niederlage eigentlich besiegelt. Doch in dieser Situation erspähte Philip Lindgren eine allerletzte Ressource in seinem Endspiel und opferte seinen Springer für drei Bauern. Freilich wäre das Remis noch immer möglich gewesen, aber nur mit fehlerfreiem Spiel. Dies gelang seinem Gegner schließlich nicht und so gewann er diese immens wichtige Partie und stellte damit das Unentschieden sicher. Beide Mannschaften hatten sich mehr vorgenommen, doch war das Ergebnis am Ende durchaus gerecht.

Aus dem Kampf gegen Baden-Baden bleiben sicher auch einige Partien in Erinnerung, so zum Beispiel die von Peter Meister, der mit Rustam Kasimdzhanov einen Weltklassemann in arge Bedrängnis brachte und am Ende remisierte. Und dann ist da natürlich noch Noel Studer (Foto), der am Spitzenbrett einem 2700er erfolgreich Paroli bot. Zweifelsohne ist auch er ein großer Zugewinn für die Mannschaft des FC Bayern, und wird in der Bundesliga noch von sich reden machen. Das er perfekt in die Mannschaft passt, hat das Wochenende bereits bewiesen! (Wengler)

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. FC Bayern 4 4 SG Speyer-Schw. Nr.
1 2 Studer 0 1 Neiksans 2
2 4 Gabriel 0 1 Meskovs 4
3 5 Johansson ½ ½ Horvath 5
4 6 Fedorovsky ½ ½ Nemeth 6
5 7 Lindgren 1 0 Shytaj 7
6 11 Ribli ½ ½ Yankelevich 8
7 13 Bezold ½ ½ Ruck 9
8 15 Rafiee 1 0 Kovacs 10

 

Brett Nr. OSG Baden-Baden 6,5 1,5 FC Bayern Nr.
1 6 Wojtaszek ½ ½ Studer 2
2 7 Adams 1 0 Johansson 5
3 8 Vallejo Pons 1 0 Fedorovsky 6
4 9 Bacrot 1 0 Lindgren 7
5 10 Naiditsch 1 0 Vidonyak 9
6 12 Kasimdzhanov ½ ½ Meister 14
7 15 Gustafsson ½ ½ Rafiee 15
8 16 Nielsen 1 0 Gretz 17

 

Fotos (alle Fotos von Wolfgang Galow):

Skeptisch blickt Philip Lindgren auf das Brett von Zoltan Ribli zu Beginn des Kampfes gegen die SG Speyer-Schwegenheim. Noch besteht dazu freilich kein Grund. Am Ende sollten beide auf dramatische Art und Weise für das 4-4 sorgen.

 

 

 

 

 

 

In Aktion am Samstag: Michael Fedorovsky, Michael Bezold und Christian Gabriel.