Bundesversammlung 2017 des BSB

Als ich mich am frühen Morgen des vergangenen Samstags auf den Weg zur diesjährigen Bundesversammlung des Bayerischen Schachbundes machte, war mir noch nicht klar, dass ich einige Tage später auf meinem Balkon sitzen werde, um einen Kommentar zu dem Erlebten abzufassen. „Ist das denn unbedingt nötig?“, hat mich meine innere Stimme gefragt. „Nein, natürlich nicht,...“ habe ich geantwortet, „... aber ich habe etwas zu sagen. Und das möchte ich denen nicht vorenthalten, die das Glück hatten, den Samstag für Angenehmeres nutzen zu können als ich.“

Es geht hier nicht um einzelne Tagesordnungspunkte, Beschlüsse oder Ähnliches. Es geht auch nicht um einzelne Personen, selbst wenn es natürlich die Teilnehmer der Versammlung sind, die den vergangenen Samstag im zweifelhaften Sinne zu einem „unvergesslichen Tag“ machten. Nein, es geht vielmehr um die Art und Weise, wie wir miteinander in Ämtern umgehen, die uns anvertraut wurden, um einer Gemeinschaft zu dienen. In unserem Fall der Gemeinschaft der ca. 16.000 organisierten Schachspieler in Bayern.

Wie nicht anders zu erwarten, kam bei der Aussprache zu den diversen im Vorfeld verteilten Berichten, natürlich auch das aktuelle Geschehen im Frauenbereich zur Sprache. Der Bayerische Schachbund hatte jüngst die Möglichkeit, bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände als Titelverteidiger zwei Mannschaften zu stellen. Dieser Herausforderung war der Bayerische Schachbund eindeutig nicht gewachsen. Zweifelsohne ein Managementproblem, denn es wurde versäumt, von Anfang für eine klare Linie zu sorgen, Verantwortlichkeiten eindeutig zu definieren, und sich der in Herdnähe aufhaltenden überzähligen Köche zu entledigen. Das Ergebnis: Zank und Streit, der schließlich im Rücktritt der Frauenreferentin gipfelte und darüber hinaus auch dafür sorgte, dass sich manch eine Spielerin für die genannte Meisterschaft nicht mehr begeistern konnte. Also ein Scherbenhaufen. Und wie geht es jetzt weiter? Zunächst einmal mit einem lapidaren Dreizeiler von höchster Stelle, in dem zu lesen war, dass man den Rücktritt bedaure und sich für die geleistete Arbeit „in all den Jahren“ bedanke. Ich habe mehr als einmal den Kommentar dazu gehört, dass hier doch wohl eine etwas umfassendere Würdigung angebracht gewesen wäre. Dies ganz unabhängig übrigens von dem aktuellen Geschehen rund um die Nominierung der beiden Mannschaften für Braunfels. Nun gut, die ehemalige Amtsinhaberin war bei der Versammlung nicht anwesend und so bot sich auch keine Gelegenheit, hier etwas im Rahmen der Versammlung nachzuholen. Ob dies erquicklich gewesen wäre, wage ich allerdings ohnehin zu bezweifeln. Immerhin wurde es auch in Ingolstadt zu diesem Thema noch einmal richtig laut. Von einer sachlichen Diskussion konnte – wenn überhaupt – nur phasenweise die Rede sein.

Dann gab es zwischendurch auch etwas Positives zu berichten. Die beiden Kandidaten, die sich vor Jahresfrist bis aufs Messer um das Amt des Vizepräsidenten bekriegten, hätten sich inzwischen ausgesprochen. Sehr schön. Das Amt des Vizepräsidenten ist besonders wichtig, denn es positioniert den Amtsinhaber für die Nachfolge des Präsidenten, ist also in der Funktionärskarriere ein unerlässlicher Zwischenschritt. Ansonsten ist freilich nicht viel zu tun, und das gab der Amtsinhaber in seinem Bericht dann auch direkt zu Protokoll. Da sei mir an dieser Stelle mal ein Vergleich gestattet. Ich bin seit einigen Jahren Abteilungsleiter der Schachabteilung eines nicht ganz kleinen Vereins. Bei uns gibt es auch einen stellvertretenden Abteilungsleiter und der ist ganz selbstverständlich in alles eingebunden und übernimmt verschiedene Aufgaben, und zwar nicht nur, wenn ich mal verschupft bin oder Zahnweh habe. Soviel der kleine Exkurs in Sachen Management. Doch zurück zum Thema. Ich freue mich durchaus auch über die Beilegung von Zwistigkeiten, denn dies fördert die kollegiale Zusammenarbeit. Wenn da nicht noch gewisse Altlasten verblieben wären, um die sich der unterlegene Kandidat des Vorjahres inzwischen mal hätte kümmern sollen. Die Tatsache, dass er in einem verbalen Rundumschlag seinerzeit zwei langjährigen Funktionären des bayerischen Schachs das zeitnahe Ableben wünschte, hallt bei den Betroffenen noch nach. Einer der beiden (und die meisten Leser werden jetzt garantiert auf den falschen tippen!) gab mir gegenüber zu verstehen, dass wenn schon keine Entschuldigung dann doch wenigstens ein Ausdruck des Bedauerns angebracht wäre. Aber davon keine Spur, und so bleibt die wohl größte Respektlosigkeit, die mir in der Schachszene je begegnet ist, vorerst ohne Korrektur.

Nicht ganz so krass, aber nicht weniger peinlich finde ich einen anderen Vorgang vom vergangenen Samstag. Es gehört gewiss zu den angenehmen Aufgaben einer Verbandsführung, langjährigen Funktionsträgern in einem würdigen Rahmen Ehrungen zu verleihen und damit die Aufmerksamkeit eines fachkundigen Publikums auf die außergewöhnlichen Verdienste des zu Ehrenden zu lenken. Einen solchen Anlass gab es in Ingolstadt und ohne Zweifel ist die Bundesversammlung des Bayerischen Schachbundes grundsätzlich hierfür ein würdiger Rahmen. Allerdings müssen die Anwesenden natürlich noch mitspielen. Keine Probleme hatte damit der anwesende Lokalpolitiker, der sich trotz der klimatisch schwierigen Bedingungen – auf Deutsch „Bullenhitze“ – erhob, seine Jacke überzog, neben dem Rednerpult in Stellung ging und so mit seiner Anwesenheit dem Augenblick einen würdevollen Anstrich verlieh, während er der Laudatio lauschte und seinen Blick durch den Saal gleiten ließ. Was er allerdings zu hören und zu sehen bekam, war vorsichtig ausgedrückt beschämend. Es mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, Reden zu halten. Aber mit ein bisschen Vorbereitung bekommt man schon ein paar flüssige Sätze zusammen, in denen ein roter Faden zu erkennen ist. Bei aller Kurzfristigkeit einer solchen Aufgabe darf man hieran nicht so scheitern. Ich bediene mich in solchen Situationen manchmal eines Spickzettels und finde das ganz legitim.

Noch viel schlimmer finde ich aber, dass vor und sogar während der Ehrung Teilnehmer der Versammlung den Raum verließen, um sich auf der Terrasse direkt vor dem Fenster anderen Gesprächen zu widmen oder ganz einfach nur eine Raucherpause einzulegen. Ich wiederhole es noch einmal: Beschämend. Und als der Laudator dann auch noch einen langjährigen Weggefährten aufforderte, einige Worte zu ergänzen, nur um dann festzustellen, dass auch dieser gerade nicht im Raum war, habe ich mich schon kaum noch getraut, meinen Blick von der Tischkante vor mir zu erheben. Immerhin gelang es noch, den Co-Redner zur Rückkehr in den Saal zu bewegen, doch wirkten auch seine Ausführungen dann alles andere als koordiniert. Kein Wunder, wenn man verpasst hat, was der Vorredner gerade gesagt hat.

Eine Versammlung ist nur dann eine gute Versammlung, wenn sie rechtzeitig endet. Diesen Satz könnte man getrost als universelle Grundregel im bayerischen Schach bezeichnen. Mit Blick auf die reisetechnischen Erfordernisse im Flächenstaat Bayern durchaus nachvollziehbar, denn die heimreisenden Delegierten sollen natürlich nicht im Dunkeln fahren müssen. Daher wird das avisierte Versammlungsende um 18:00 Uhr mehrfach am Versammlungstag thematisiert. Nicht ganz klar ist dagegen, warum Wortmeldungen selbst dann noch mit Blick auf das Versammlungsende unterbrochen werden, wenn sich eigentlich abzeichnet, dass man mit der Tagesordnung spätestens um 15:00 Uhr durch sein wird. So war es jedenfalls diesmal und das bedeutete, dass unter „Verschiedenes“ eigentlich noch genug Zeit gewesen wäre, das eine oder andere Thema in der Hoffnung anzuschneiden, eine erste Diskussion unter den Delegierten zustande zu bringen.

Also probieren wir es. Es geht um das Thema Geld. Nicht gleich erschrecken, bitte! Es geht in Wirklichkeit um das gesamtheitliche Finanz- und Ausgabenkonzept des Bayerischen Schachbundes. Hierzu gab es eine Wortmeldung, die sinngemäß etwa folgenden Inhalt hatte: Vorgeschlagen wird die Bildung einer Arbeitsgruppe, die den Finanzbedarf des Bayerischen Schachbundes in seiner Gesamtheit überprüft und daraus mögliche Konsequenzen auf die Höhe des Verbandsbeitrags ableitet. Hintergrund der Wortmeldung, die übrigens von einem der beiden Spielleiter des Bayerischen Schachbundes kam, ist der sich in den letzten Jahren verfestigende Eindruck, dass zwar stets das Geld für alle unbedingt notwendigen Ausgaben vorhanden ist, dass aber kaum noch über weiteres Entwicklungspotenzial nachgedacht wird, da alles was Geld kostet de facto in den Bereich der illusorischen Wunschvorstellungen verwiesen wird. Die spontane Reaktion aus dem Präsidium zu dieser Wortmeldung war eindeutig: „Ich lehne eine solche Arbeitsgruppe strikt ab!“ wurde mit kraftvoller Stimme in den Saal posaunt. Der DSB habe doch gerade erst beschlossen, die Beiträge bis 2019 nicht anzuheben, und da solle man jetzt in Bayern den Mitgliedsvereinen verkaufen, dass die Beiträge doch erhöht werden müssten. Das ginge auf gar keinen Fall und sei überdies doch auch gar nicht nötig. Wenn jemand für irgendetwas mehr Geld brauche, könne er jederzeit einen Antrag stellen, dies im Haushalt entsprechend vorzusehen. Die Versammlung könne dann entscheiden. Soweit der Tenor des Präsidiums. Aus der Schar der Delegierten kam ebenfalls Feedback: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bild’ ich einen Arbeitskreis“. Dieser doch ziemlich dümmliche Kommentar, der vielleicht nur als billiger Lacher gemeint war, kam übrigens gleich zweimal. Selbstverständlich beide Male ohne auch in der Sache Stellung zu nehmen.

Ich konnte mich an dieser Stelle nicht beherrschen und habe meine Hand zu einer Wortmeldung erhoben. Eigentlich nur, um noch einmal in anderen Worten zu erklären, worum es bei der Wortmeldung des Spielleiters eigentlich ging. Die Frage ist zunächst: Wofür wollen wir als Bayerischer Schachbund Geld ausgeben? Wie viel Geld brauchen wir in der Summe, und wie hoch sollten demnach die Mitgliedsbeiträge sein? Dies im Abstand von mehreren Jahren zu überprüfen und zwar unter Beteiligung aller „Stakeholder“, wie man so schön auf Neu-Deutsch sagt, ist die Idee. Im Ergebnis kann sich übrigens auch ergeben, dass die Beiträge gesenkt werden können. Das Ergebnis der Arbeit einer solchen Arbeitsgruppe ist insofern völlig offen. Soweit meine Wortmeldung. Die Reaktion darauf hatte schon etwas Ignorantes. Es sei überhaupt nicht zu sehen, warum die Beiträge erhöht werden müssten. Das sei in der Kommunikation mit den Vereinen extrem schwierig. Der Bayerische Schachbund verfüge über ausreichend Mittel. Wer mehr Geld brauche könne jederzeit einen Antrag stellen, dies im Haushalt entsprechend vorzusehen.

Wurde mit eigentlich überhaupt zugehört? Das lasse ich mal offen. Warum stemmt sich das Präsidium so vehement gegen eine Mitarbeit aus den Bezirken bzw. den Vereinen, wenn es um so eine zentrale Frage wie die Finanzierung der Verbandstätigkeit geht? Hat jemand eine Leiche im Keller? Ganz ehrlich, das glaube ich eigentlich nicht. Die Finanzen des Bayerischen Schachbundes werden sauber geführt und ich fühle mich als Vorsitzender eines der Bezirksverbände auch nicht unzureichend informiert. In dieser Frage ist insbesondere der Schatzmeister über jeden Zweifel erhaben. Es muss etwas anderes sein. Ich hätte mir sicher keinen abschließenden Reim darauf machen können, aber dann kam noch ein weiterer Kommentar aus dem Präsidium: Man „spiele hier doch nicht den Hampelmann“. Im Nachhinein bin ich für diesen Kommentar sehr dankbar, denn an dieser Stelle ist bei mir der Groschen gefallen. Man fühlt sich angegriffen. Das Angebot zur Mitarbeit an einem Zukunftskonzept wird als Kritik an den bestehenden Verhältnissen und den derzeitigen Amtsinhabern missverstanden. Eine Mitarbeit impliziert natürlich in gewissem Maße auch eine Mitsprache, und auch das scheint im Präsidium nicht auf besondere Gegenliebe zu stoßen.

Wir haben im Bezirksverband München übrigens gerade eine äußerst positive Erfahrung mit der Bildung einer Arbeitsgruppe gemacht. Es ging um die Reformierung der Münchener Mannschaftsmeisterschaften. Ein komplexes Gebilde, bei dem man eben nicht einfach an einzelnen Ecken etwas verändern kann, ohne an anderer Stelle etwas zu verschlimmbessern. Also haben wir eine Arbeitsgruppe eingerichtet, und uns ausreichend Zeit genommen (nämlich ein ganzes Jahr) und alle Vereine zur Mitarbeit eingeladen bzw. proaktiv über die Aktivitäten der Arbeitsgruppe auf dem Laufenden gehalten. Auf diese Weise ist ein transparentes Gesamtkonzept entstanden, mit dem jeder Verein bereits im Vorfeld der diesjährigen Verbandsversammlung in München vertraut war. Und das war auch ganz wichtig. Denn den Meinungsbildungsprozess nur auf die Diskussion zu einem Antrag in der Versammlung zu beschränken, ist bei komplexen Sachverhalten wenig zielführend. Gerade im Falle unvorhergesehener Ausgaben übrigens. Es liegt im Naturell von uns kostenbewussten Funktionären, im Zweifelsfall dann lieber erst einmal die Mehrausgabe abzulehnen. So gerade wieder geschehen bei dem Antrag des Seniorenreferenten, der die erweiterten Startmöglichkeiten im Senioren-Mannschaftsspielbetrieb mit einem entsprechend angepassten Haushaltsposten hinterlegt haben wollte. Glatt durchgefallen. Hätte er vielleicht zuerst eine Beitragserhöhung durchsetzen müssen, um seinen Posten bewilligt zu bekommen? Umgerechnet auf den Verbandsbeitrag pro Mitglied hätte sich hier vielleicht eine Erhöhung um ca. 15 Cent ergeben.

Spätestens hier wird natürlich auch klar, dass wir uns in der Frage des Verbandsbeitrags nicht mit einzelnen Haushaltspositionen beschäftigen müssen. Ich glaube, im ersten Schritt ist es ganz wichtig, uns allen einmal die Angst vor einer Beitragserhöhung zu nehmen. Worüber sprechen wir denn hier eigentlich? Angenommen der Bayerische Schachbund braucht EUR 15.000 mehr im Jahr. Dann müsste er den Beitrag um ca. EUR 1,- pro Mitglied erhöhen. Jeder Verein müsste dann für jedes Mitglied einen Euro mehr bezahlen und wird sich dies wahrscheinlich in den meisten Fällen von seinen Mitgliedern holen. Das heißt, auf jeden aktiven Schachspieler in Bayern kommt eine Mehrausgabe von EUR 1,- zu. Natürlich nicht pro Tag, in der Woche oder im Monat, sondern im Jahr wohlgemerkt! Setzen wir diesen einen Euro mal in Relation zu anderen Zahlen. Da wäre der Mitgliedsbeitrag, den das Mitglied seinem Verein zu entrichten hat. Das dürften in der Mehrheit der Fälle zwischen EUR 50,- und EUR 100,- pro Jahr sein. Ich kenne eigentlich niemanden, der nicht automatisch akzeptiert, dass so ein Mitgliedsbeitrag alle paar Jahre auch mal um ein paar Euro steigen kann. Das liegt ganz einfach an der normalen Inflation, gegen die wir uns nicht wehren können. Irgendwann ist es dann eben mal wieder soweit. Und wie schaut die Relation zu anderen Hobbies aus? Man stelle sich ruhig einmal die Frage, wie viel Geld wir alle regelmäßig in unsere anderen Hobbies stecken. Natürlich muss das jeder für sich entscheiden und die finanziellen Verhältnisse sind ganz sicher auch in jedem Haushalt unterschiedlich. Auf keinen Fall gibt es aber einen Grund, einer sich potenziell ergebenden Notwendigkeit, den Verbandsbeitrag moderat anzupassen so hysterisch zu begegnen, wie es am Samstag in Ingolstadt zu beobachten war. Hier vermisse ich ganz einfach den Willen, sich mit einem derartigen Thema überhaupt auseinanderzusetzen, und das wiederum wird denen nicht gerecht, die sich – wenn auch unerwünscht – trotzdem darüber Gedanken machen. Es ist für mich eine Frage des Respekts, auch in diesem Fall eine sachliche Diskussion nicht nur zuzulassen, sondern sogar zu fördern. Ausreichend Zeit wäre am Samstag dafür jedenfalls gewesen.

Was wünsche ich mir für die Zukunft? Zu allererst, und ich hoffe, das ist hier ausreichend klar geworden, eine respektvollere Gesprächs- und Diskussionskultur. Ansonsten werden wir in vielen Dingen einfach nicht vorankommen und viel mehr Stillstand als Entwicklung erleben. Das ist meine feste Überzeugung. Und dann gibt es noch etwas ganz Wichtiges: Wir brauchen auch für die Verbandsarbeit qualifizierte Nachwuchskräfte. Mir wurde am Samstag in einem Pausengespräch angetragen, doch einmal bei zwei Mitgliedern meines Vereins das Interesse an der Übernahme einer Funktion im Bayerischen Schachbund zu eruieren. Kann ich diesen beiden guten Gewissens empfehlen, sich im Bayerischen Schachbund zu engagieren?

Ich hoffe inständig, dass ich hierauf in absehbarer Zukunft eine andere Antwort geben kann als heute.

Jörg Wengler
Abteilungsleiter FC Bayern München e.V. Schachabteilung und 1. Vorsitzender Schach-Bezirksverband München e.V.

Nachsatz des Autors:
Dem Leser wird aufgefallen sein, dass ich konsequent auf die Nennung irgendwelcher Namen verzichtet habe. Dies ganz bewusst, denn es kommt mir nicht darauf an, einzelne Personen öffentlich zu kritisieren. Im Freizeitbereich und bei ehrenamtliche tätigen Funktionären muss man akzeptieren, dass nicht immer alles so perfekt läuft wie in einer voll professionellen Umgebung. Um so mehr kommt es darauf an, in denjenigen Situationen einen gemeinsamen Weg zu finden, in denen Defizite - welcher Art auch immer - erkannt werden.