1. Bundesliga 2016/2017 - Runden 7 und 8

Am ersten Bundesligawochenende im neuen Jahr gab es eine Premiere in München, denn erstmals war MSA Zugzwang Ausrichter eines Wettkampfwochenendes. Die Veranstalter hatten das Glück, dass das Kulturhaus Milbertshofen an diesem Wochenende zur Verfügung stand und so fanden die mit Spannung erwarteten Spiele der beiden Münchner Mannschaften gegen den Hamburger SK und den SV Werder Bremen in einer optimalen Umgebung statt. Am Samstag hatte es der FC Bayern dabei mit dem Hamburger SK zu tun, während am Sonntag die äußerst klangvolle Ansetzung SV Werder Bremen gegen FC Bayern München (im Foto von links nach rechts Valentin Dragnev, Peter Meister, Michael Fedorovsky, Michael Bezold, Linus Johansson, Philip Lindgren und Andreas Schenk, es fehlt Alexander Belezky) auf dem Programm stand. Von den beiden Gastmannschaften waren sicherlich die Bremer stärker einzuschätzen, während sich unsere Mannschaft gegen den Hamburger SK bei optimalem Verlauf sicherlich gewisse Chancen ausrechnen konnte. 

Der Spielverlauf am Samstag bestätigte dann aber die nominellen Kräfteverhältnisse zwischen beiden Mannschaften. Während es anfänglich nach einem ausgeglichenen Mannschaftskampf aussah, waren es die Hamburger, die um die Zeitkontrolle herum drei Partien für sich entscheiden konnten und damit den Sieg schon in der Tasche hatten. Erfreulich aus Sicht unserer Mannschaft war am Ende noch das "Ehrentor" von Linus Johansson (hier im Foto ein kritischen Blick auf die Beleuchtungsituation an der Saaldecke werfend), der seine erste Partie für die Farben des FC Bayern gewann. Genau wie auch die anderen "Jungen" in der Mannschaft entwickelt er sich immer mehr zu einer festen Größe im Team des FC Bayern.

Am Sonntag gab es dann im Wesentlichen keine Chance gegen die starken Bremer, die in der Tabelle zu den Spitzenmannschaften gehören. Mit 1,5-6,5 fiel das Ergebnis genauso deutlich aus, wie der Sieg der des SV Werder am Vortag gegen MSA Zugzwang.

In der Tabelle bleibt unsere Mannschaft auf dem 14. Platz, allerdings ist es nach wie vor sehr eng. Alle bereits vor der Saison als potenzielle Abstiegskandidaten gehandelten Mannschaften haben sich im unteren Tabellendrittel eingefunden und es bleibt hier auf jeden Fall bis zum Saisonende spannend. Selbstverständlich noch mit Chancen für alle Mannschaften, und hoffentlich auch für den FC Bayern.

Ein Kompliment an dieser Stelle an die Ausrichter von MSA Zugzwang, denen nicht nur eine perfekte Organisation gelang, sondern die am Sonntag gegen den Hamburger SK sogar einen Punkt gewannen und nur um Haaresbreite den Sieg verpassten! (Wengler) 

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. FC Bayern 3 5 Hamburger SK Nr.
1 1 Bezold 0,5 0,5 Grandelius 2
2 3 Fedorovsky 0,5 0,5 Bauer 3
3 5 Dragnev 0 1 Svane 6
4 6 Johansson 1 0 Ernst 9
5 7 Lindgren 0 1 Lampert 11
6 8 Schenk 0,5 0,5 Kollars 13
7 9 Belezky 0,5 0,5 Carlstedt 14
8 14 Reich 0 1 Heinemann 15

 

Brett Nr. SV Werder Bremen 6,5 1,5 FC Bayern Nr.
1 3 McShane 1 0 Bezold 1
2 4 Blübaum 1 0 Fedorovsky 3
3 7 Hracek 1 0 Dragnev 5
4 9 Babula 1 0 Johansson 6
5 10 Werle 0,5 0,5 Lindgren 7
6 12 Markgraf 1 0 Schenk 8
7 13 Fish 0,5 0,5 Belezky 9
8 14 Koop 0,5 0,5 Meister 15

 

Fotogalerie vom Bundesliga-Wochenende am 18./19.02. im Kulturhaus Milbertshofen:

Da war die Welt noch in Ordnung: Michael Bezold, Michael Fedorovsky und Andreas Schenk zu Beginn ihrer Sonntagspartien gegen Werder Bremen

 

 

 

 

 

 

Traditionsreiche Paarung "Rot gegen Grün" aus verschiedenen Perspektiven: Zweimal Philip Lindgren (FC Bayern) gegen Jan Werle (SV Werder), die in komplizierter Stellung remisierten, und Vlastimil Babula (SV Werder) gegen Linus Johansson (FC Bayern) mit dem besseren Ende für den Werderaner:

 

 

 

 

 

 

Weltklasse in München: Während der Engländer Luke McShane recht gelassen wirkte und zwei volle Punkte für den SV Werder erzielte, lief es für den derzeit besten schwedischen Schachspieler, Nils Grandelius, diesmal nicht wie erhofft. am Sonntag verlor er überraschend gegen Stefan Bromberger von MAS Zugzwang. 

 

 

 

 

 

 

Perfekter Rahmen: Das Kulturhaus Milbertshofen gilt als das mit Abstand attraktivste Spiellokal für Spitzenschach in München. Schiedsrichter Hans Brugger hatte sowohl seine Butterbreze als auch das Wettkampfgeschehen fest im Griff. Wie schon so oft bei derartigen Anlässen war Klaus Bischoff auch diesmal wieder für die Zuschauer vor Ort und im Internet mit von der Partie: